Plötzlich pflegebedürftig - und jetzt?
Shownotes
Anlaufstellen & Telefonnummern
- Pflegetelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 - 340 60 66-02
- Bürgertelefon Krankenversicherung: 030 - 340 60 66-01
- compass private pflegeberatung (für Privatversicherte): 0800 - 101 88 00
- Pflegestützpunkt-Suche: www.zqp.de (Zentrum für Qualität in der Pflege)
- Pflegeberatung der Pflegekasse (direkt über die eigene Krankenkasse erreichbar)
Quellen dieser Folge
- Bundesministerium für Gesundheit - „Pflegebedürftig. Was nun?“ (Flyer, Stand Januar 2026)
- https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5Publikationen/Pflege/FlyerPosteretc/BMGOnepagerPflegebeduerftigWas_nun.pdf
- https://www.malteser.de/aware/hilfreich/pflegefall-hilfreiche-tipps-fuer-pflegende-angehoerige.html
- https://www.swr.de/leben/gesundheit/checkliste-ploetzlich-pflegebeduerftig-was-jetzt-zu-tun-ist-100…
- https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/alles-fuer-pflegende-angehoerige/so-ver…
- https://www.caritas.de/hilfeundberatung/ratgeber/alter/pflege/tipps-pflegefall
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00:00:05: Hallo, schön dass ihr rein hört.
00:00:07: In dieser Podcast-Reihe setzen wir uns mit einem Thema auseinander was viele von uns gerne verdrängen würden aber umso wichtiger ist es das man vorbereitet ist.
00:00:18: Das Thema Pflege ja ist für viele erstmal weit weit weg.
00:00:21: bis es plötzlich eben ganz nahe ist kann ganz schnell gehen ein Sturz einen Schlageinfall eine Diagnose.
00:00:29: in Deutschland sind rund fünf Millionen Menschen pflegebedürftig.
00:00:34: Die meisten werden von den Angehörigen versorgt und das bedeutet natürlich auch, dass es vielleicht fünf Millionen Pflegebedürftige gibt.
00:00:41: Aber die Menschen, die letztendlich davon betroffen sind – das ganze Umfeld – natürlich nochmal entsprechend größer
00:00:48: ist.".
00:00:51: eine Mammutaufgabe so was auch zu bewerkstelligen.
00:00:55: Und viele müssen natürlich Zuhause pflegen, weil Pflegekräfte wahnsinnig rar sind.
00:01:00: Pflegeplätze in Pflegeheimen sind wahnsinnisch schwierig und deshalb sind es die Angehörigen, die das machen müssen.
00:01:08: Das ist nicht immer einfach!
00:01:10: Wenn so ein Fall auftritt... Ein selbst das nicht erwüsst wissen aber natürlich trotzdem, dass sowas auch schnell passieren kann so wie du es gerade beschrieben hast.
00:01:21: Und auch deswegen wollen wir hier in dieser Podcastreihe die ersten grundlegenden Infos mit an die Hand geben.
00:01:28: Dass wenn der Ernstfall mal eintritt man eben nicht völlig unvorbereitet dasteht.
00:01:34: und genau an dieser Stelle wollen wir helfen.
00:01:37: Wir sind Carolina Hofmeister
00:01:40: Und Sören Hahn und in dieser Podcastreihe versuchen wir euch auf das Thema Pflege vorzubereiten, damit ihr im Ernstfall besser vorbereitet seid.
00:02:07: Wie verhalte ich mich eigentlich wenn so ein Ernst Fall auftritt?
00:02:14: Ja, wir stellen uns jetzt einfach mal vor oder stell du dir vor Sören.
00:02:18: Dein Papa hatte einen Schlagartfall ins Krankenhaus, ruft dich an.
00:02:23: Dann steigt natürlich erstmal Panik und nach dieser Panik kommt die allererste Frage was mache ich jetzt eigentlich?
00:02:31: Was oft geraten wird an vielen Stellen ist natürlich erst einmal Ruhe bewahren.
00:02:38: aber ob das in so einer Situation die dann ja meistens ein völlig unvorbereitet Trift wirklich so gegeben ist, kann ich ehrlicherweise nicht beurteilen weil ich glücklicherweise noch nicht in so einer Situation bin.
00:02:52: Wozu wir aber jeden ermutigen möchten oder wozu wir raten können ist jemandem erstmal um sich zu haben wenn man sowas hört sei es Freunde Familie jemand bei sich zu habe
00:03:04: Ganz, ganz wichtig.
00:03:04: Also der einen auffängt... also ich weiß es nur von meiner Oma.
00:03:09: die hatte auch einen Schlaganfall und war dann im Krankenhaus und man musste sich auch überlegen okay wie geht's weiter?
00:03:16: Da bist du echt erstmal vor den Kopf gestoßen und denkst der Boden hat sich unter deinen Füßen aufgetan und du findest da nie wieder raus.
00:03:26: aber das Gute ist dass es ganz viele Anlaufstellen gibt von denen man erst mal gar nicht gar nichts weiß.
00:03:34: Zum Beispiel der Sozialdienst im Krankenhaus, das ist wirklich der allererste Freund, der für dich dann in diesem Fall da ist.
00:03:42: die helfen bei der Entlassung aus dem Krankenhaus und auch bei der Weiterversorgung.
00:03:47: Hätte ich ehrlicherweise nicht direkt gewusst.
00:03:49: deswegen ist das schon mal ein Punkt den ich auch für mich mitnehme.
00:03:53: was für mich eher noch auf der Hand lag und was in jedem Fall helfen kann ist auch den entsprechenden Hausarzt zu kontaktieren Denn der kennt die Vorgeschichte des Patienten und kann eventuell auch schon mal dann erste Einschätzung vorgeben oder auf wichtige Dinge hinweisen, die eben aus der Krankenakte resultieren.
00:04:15: Man geht ja meistens nur oder denkt an die Krankenkasse aber natürlich gibt es ja auch Flägeversicherung, die Pflegeklasse.
00:04:23: das ist ganz wichtig dass man die direkt anruft.
00:04:27: Dort kann man nämlich Leistungen beantragen.
00:04:30: So ein Antrag geht auf jeden Fall telefonisch oder auch formlos schriftlich, kann jederzeit gestellt werden und die Pflegekasse ist da wirklich sofort für einen da.
00:04:40: Ergänzend dazu was ich vorher auch nicht kannte sind sogenannte Pflegestützpunkte, die in ganz Deutschland verteilt sind.
00:04:48: über Fünfhundertfünfzig Stück gibt es davon und diese sind in der Regel kostenlos.
00:04:54: Und helfen auch kompetent weiter, so gesehen eine Art Lohze im Pflegeschirm.
00:05:01: Ja toll dass du das ansprichst.
00:05:03: habe ich auch von Pflegestützpunkten noch nie noch nie was gehört wo man sich wahrscheinlich eher dran erinnert oder weiß, da kann ich mich hinwenden sind so Wohlfahrtsverbände wie zum Beispiel die Caritas Malteser Diakonie.
00:05:17: Das wäre jetzt der nächste Ansprechpartner wo man sofort hingehen kann zu diesen Beratungsstellen die einem dann sofort weiterhelfen.
00:05:27: Man sieht an dieser Stelle es gibt viele Möglichkeiten bei denen man sich erst einmal melden kann und das gute in so einer, ich sag mal schwierigen Situation ist.
00:05:39: Dass diese Menschen die einem dann da helfen tagtäglich mit diesem Thema zu tun haben und einem erstmal auch ein bisschen ja... Ich will jetzt nicht sagen direkt die ganze Last abnehmen können aber zumindest mal helfen können und vielleicht ein Gefühl vermitteln von hey es ist grad schwierig aber wir können Lösungen finden.
00:05:58: Total man fühlt sich ja wahrscheinlich erst einmal total überfordert Man hat sich damit auskennt, der sich täglich damit beschäftigt.
00:06:08: Der kann einem glaube ich schon ein bisschen Mut zusprechen und das geht auch Gott sei Dank sehr schnell.
00:06:16: also man hat da zum Beispiel auch Anspruch auf eine Pflegeberatung wusste ich auch nicht.
00:06:21: Also die Pflegekasse muss da wirklich innerhalb von zwei Wochen einen Termin anbieten.
00:06:28: Und diese Beratungen auch schön gilt eben nicht nur für die pflegebedürftigen sondern auch und auch für alle ehrenamtlichen Pflegepersonen.
00:06:38: Und ich glaube, wenn man sich da schon mal hinwendet dann ist das eine absolut tolle Stütze.
00:06:44: Gerade diese Beratung in so einem Fall für mich als Angehörigen wäre was, was mich unglaublich weiterbringen würde an der Stelle.
00:06:53: Oftmals ist ja auch schon allein jemandem zu haben mit dem man sprechen kann weil es gibt natürlich auch gerade im Alter viele Menschen die einsam sind oder vielleicht nur noch ihren Ehepartner haben.
00:07:03: Und wenn der auf einmal pflegebedürftig ist, dann tut es auch an dieser Stelle erst mal gut überhaupt mit jemandem sprechen zu können.
00:07:11: Ja und auf Wunsch kommt so ein Berater nämlich auch zu dir nach Hause.
00:07:15: das ist ein ganz ganz tolles Angebot kennen leider auch relativ wenige.
00:07:21: also deshalb haben wir uns da ja eben für euch liebe Hörer schlau gemacht dass ihr sowas jetzt auch wisst dass der berater auch zu euch nach hause kommen kann.
00:07:29: Es kann einen natürlich auch dann treffen, wenn man gerade fest im Job ist als Angehöriger.
00:07:36: Und auch hier gibt es erstmal kurzfristige Absicherungen am Arbeitsplatz.
00:07:42: Es gibt die Möglichkeit einer zehntägigen sofortigen Freistellung von der Arbeit eine sogenannte Kurzzeitigarbeitsverhinderung.
00:07:51: Das gilt für alle Arbeitnehmer auch unabhängig von der Firmengröße.
00:07:55: diese zehn Tage helfen dann natürlich immens gerade am Anfang um alles nötige und mögliche anzustoßen in so einem Ernstfall.
00:08:05: Deswegen ist diese kurzfristige Absicherung etwas, was ihr auf jeden Fall den Anspruch nehmen könnt sollte euch so etwas
00:08:11: passieren.".
00:08:12: Und was es zusätzlich seit Jahrzehntausend vierundzwanzig auch noch gibt, ist eine Pflegeunterstützungsgeld als finanzieller Ausgleich.
00:08:23: Ist auch schön einfach zu wissen... Weiterhin Geld eingeht, auch wenn man jetzt nicht zur Arbeit geht.
00:08:31: Und diese zehn Tage wo du gerade davon gesprochen hast, die sofortige Freistellung kann man aufteilen.
00:08:38: also wenn man Geschwister ist und sagt hey ich bleib fünf Tage zu Hause, du bleibst fünf Tage Zuhause und kümmers dich um Mama Papa Onkel wen auch immer.
00:08:48: Also können diese zehn tage unter den Angehörigen aufgeteilt werden.
00:08:53: Gerade sinnvoll, wenn man sich da als Familie zusammentut und überlegt okay wer übernimmt jetzt was.
00:08:58: Gerade in solchen Fällen ist natürlich dann auch immer oder man merkt es sehr schnell das Thema der rechtlichen Vorsorge etwas, was auf einmal da ist Und ich weiß es von mir Ich hatte mich mit meinen Eltern zum Glück da schon früh auseinander gesetzt Das sollte mal irgendeinen Ernstfall eintreten, so etwas wie eine Vorsorgevollmacht oder auch eine Patientenverfügung.
00:09:22: Dass sowas vorher schon geregelt ist und nicht im Ernst fall je nachdem wie schlimm dann auch der Vorfall oder eben Der Pflegegrad entsprechend ist lässt sich sowas dann schwieriger umsetzen als wenn man sich vorher dazu schon mal die Gedanken macht.
00:09:37: Ja das sprichste auch was an.
00:09:38: also mit meinen Eltern da ist es alles geklärt.
00:09:40: aber mein Mann der liegt gefühlt seit fünf Jahren in den Ohren und sagt hey Können wir das mit der Patientenverfügung jetzt mal machen?
00:09:49: Und ich schieb es immer wieder vor mich her, sich damit zu beschäftigen.
00:09:52: Fällt mir persönlich wahnsinnig schwer, sich da irgendwie mit Pflege, mit Tod vielleicht oder so auseinanderzusetzen.
00:09:58: Das ist für mich sowas Endliches.
00:10:00: dann wenn ich dann eine Patienten-Verfügungen unterschrieben habe.
00:10:04: Also schwierig weiß nicht wie es dir damit geht!
00:10:06: Aber ich finde das sehr, sehr schwierig.
00:10:09: Ja, es sind einfach Themen... mit dem man irgendwie hofft, dass man die irgendwie umschifft oder einen nicht ergreifen werden dieser Themen.
00:10:20: Aber wenn es dann auf einmal da ist, dann wäre schön so ein Punkt ausklammern zu können weil man sich eben vorher vielleicht an schweren Herzens.
00:10:29: aber in solchen Momenten denkt man dann gut das ich zumindest das schon mal erledigt habe.
00:10:33: also da
00:10:34: ja Absolut, sehe ich genauso.
00:10:37: Wenn so was nicht vorliegen würde, was es im besten Fall aber ist, kann das Amtsgericht auch rechtliche Betreuung anordnen?
00:10:46: Das will man ja irgendwie auch nicht.
00:10:49: Nee, gerade wenn's dann in der Familie ist ... Wenn noch juristische Schreiben mit denen sich auseinandersetzen muss reinflattern, hilft nicht dabei die Ruhe und den Überblick zu behalten.
00:11:04: Also lieber Vorsorge vollmacht, Patientenverfügung.
00:11:08: Lieber jetzt als zu spät!
00:11:16: Es ist ja so es gibt Leute die sich noch gut selbst verpflegen können, die noch gut gehen können dann geht's natürlich weiter.
00:11:26: man wird vielleicht noch ein bisschen vergesslicher Man wird vielleicht auch dement.
00:11:32: Es gibt diese verschiedenen Pflegestufen und deswegen wollen wir uns jetzt mal mit dem Punkt Pflegegrad beschäftigen.
00:11:41: Und wie man so einen Pflegegrat auch beantragt?
00:11:44: Etwas wovon ich immer wieder gehört habe, auch im Familien- oder Freundeskreis wenn es um verschiedene Pflegegrade geht.
00:11:53: aber wo fängt man denn überhaupt an?
00:11:55: und da ist es so dass ihr dann auch bei der Pflegekasse einen entsprechenden Antrag stellt.
00:12:01: Das ist erstmal formlos möglich, also entweder über Anruf oder auch ein Schreiben.
00:12:07: Auch an dieser Stelle wichtig diese Beantragung des Pflegegrats kann zum Beispiel von einem Nachbarn erfolgen aber auch hier wieder wichtig es muss eine Bevollmächtigung vorliegen
00:12:17: Ja, ist klar.
00:12:18: Sonst geht's nicht.
00:12:19: und es gibt noch eine Voraussetzung die versicherte Person die muss in den letzten zehn Jahren mindestens zwei Jahre Pflegeversichert gewesen sein weil sonst kann die Pflegekasse dann natürlich nicht einspringen
00:12:34: dass sowas auch berücksichtigt wird bevor man so ein Antrag stellt.
00:12:37: wenn der dann einmal gestellt ist ist das so dass jemand einen Gutachter vom medizinischen Dienst vorbeischaut.
00:12:45: In der Regel passiert das im Wohnbereich, also dass die Person herkommt.
00:12:50: Unter bestimmten Voraussetzungen kann sowas im ersten Schritt aber auch telefonisch oder per Video erfolgen?
00:12:56: Ja Es gibt auch eine gesetzliche Bearbeitungsfrist.
00:13:00: Das ist eigentlich auch toll, also fünfundzwanzig Arbeitstage dann muss die ganze Sache bearbeitet sein.
00:13:07: es gibt auch verkürzte Fristen wenn der Zupflegende sich im Krankenhaus aufhält da sind nur fünf Arbeitstage oder wenn Pflegezeit und Familienpflegezeit angekündigt wurde Dann sind zehn Arbeitstage
00:13:25: Wichtig.
00:13:25: auch an der Stelle ist zu betonen, dass man nicht denkt oh das ist jetzt irgendeinen Test und ich muss jetzt jenes und solches irgendwie vorbereiten.
00:13:34: Sondern es geht wirklich darum zu zeigen wo es durch diese neue schlimme Situation eben entsprechend hakt, wo die Probleme sind.
00:13:45: Und dabei soll es nicht darum gehen du zu untertreiben und zu sagen ja das kriegen wir schon alles hin, das passt schon sondern wirklich zu zeigen hey hier und hier da haben wir wirklich gerade Probleme und Herausforderungen und wir wissen noch nicht wie wird das eben stemmen können?
00:13:58: Ja nur so kann der Pflegeberater auch dann wirklich sich ein Bild machen und untertreibend bringt er wirklich überhaupt nichts.
00:14:06: also Man kann den schon zeigen, wie es zu Hause aussieht.
00:14:12: Und auch ganz wichtig also unser Tipp noch Angehörige oder Pflegeberater sollten beim Termin unbedingt dabei sein.
00:14:20: Wenn der Gutachter vor Ort gewesen ist und entsprechend die Begutachtung durchgeführt hat wird es am Ende darauf hinauslaufen in einen von fünf verschiedenen Pflegergraden eingestuft zu werden.
00:14:34: beginnt mit dem pflegel grad eins einer So wird es genannt, geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit.
00:14:42: Dann gibt's im Pflegegrad II da geht es um erhebliche Beeinträchtigungen.
00:14:48: Gefolgt vom Grad III der schweren beeinträchthigung?
00:14:52: Dann
00:14:52: geht es weiter mit pflegegrad IV.
00:14:54: das ist dann die schwerste Beeintrechtigung
00:14:57: und die Nummer fünf die spricht dann von der schwersten Beeintrechtigung mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung.
00:15:05: Ja und ganz klar, je höher der Grad desto mehr Leistungen bekommt man.
00:15:11: Was für Auswirkung hat jetzt eine solche Einstufung eben in zum Beispiel pflegegrad eins zwei drei vier oder fünf?
00:15:18: An diesen Pflegegrad sind entsprechende Leistungen gekoppelt.
00:15:23: Zum Beispiel gibt es das Pflegelgeld.
00:15:26: Das kommt dann zum Tragen wenn ambulant durch Angehörige gepflegt wird.
00:15:32: Dort gibt es zwischen pflegegrad zwei, so um die dreihundertfünfzig bis hoch zum pflegegrad fünf um die tausend Euro pro Monat.
00:15:41: Zusätzlich gibt's Pflegesachleistungen.
00:15:44: also da geht es um ambulante Betreuung für professionelle Pflegedienste Also wenn man sich eine pflegekraft nach Hause holt.
00:15:54: Pflege grad zwei gibt es ungefähr achthundert euro bis zum ppflegegrad fünf an die zwei-tausend dreihundert Euro im Monat.
00:16:04: Außerdem gibt es einen Entlastungsbetrag, das ist immer wichtig dass jetzt weggebunden ist.
00:16:08: den gibts ab dem Pflegegrad eins und beträgt einhundertdreißig Euro im monat.
00:16:14: Es gibt natürlich auch die vollstationäre Leistung.
00:16:18: pflege grad zwei da sind wir schon bei gut acht hundert Euro bis pflege grad fünf gut zweitausend Euro immonat plus gestaffelte Zuschüsse zum Eigenanteil.
00:16:30: Und es sind fünfzehn Prozent im ersten Jahr steigend auf seventy-fünf Prozent nach sechsunddreißig Monaten, also da ist man schon relativ gut abgesichert.
00:16:42: Zuschüsse für Hilfsmittel gibt es auch weil das wird ja auch alles relativ teuer.
00:16:47: du brauchst vielleicht zuhause ein Pflegebett, einen Rollator je nachdem vielleicht auch Windeln, Bettwäsche was weiß ich Und natürlich eine gewisse Wohnraumanpassung, wenn es Treppenlifter oder was auch immer.
00:17:01: Da gibt's wirklich Zuschüsse von bis zu viertausend Euro und das ist schon glaube ich sehr viel wert weil diese ganzen Pflegeprodukte sag' ich jetzt mal sind nicht gerade günstig.
00:17:14: Auch dann wenn man sich vor Augen hält dass je nachdem wen es eben trifft ja auf einmal auch das Einkommen mitunter nicht mehr da ist und die Personen, die vielleicht im Familienumfeld dann entsprechend helfen.
00:17:27: Ja, entsprechend auch weniger arbeiten, weniger einnehmen und neben der psychischen Belastung durch den Patienten für die Angehörigen ja wäre es natürlich fatal wenn dann auch noch die finanzielle Belastungen eben auf einen zukommt.
00:17:43: Ja das ist sowas schon wirklich gut zu wissen dass da der Staat einen auf jeden Fall gut unterstützt.
00:17:51: Absolut, es gibt Hilfe und alles was wir gerade angeschnitten haben findet ihr auch noch mal online.
00:17:56: die Tabellen zu den Pflegegraden aber auch zu den Leistungen sind in der Folge unten verlinkt heißt da könnt ihr ja nochmal genau schauen welche Leistungen und welche Pflegegrade es entsprechend gibt.
00:18:13: Jetzt ist das erste organisatorische Angestoßen Gedanken gemacht, im Optimalfall kann man sich mit der Person, die betroffen ist auch austauschen.
00:18:23: Wie es denn jetzt weitergehen soll und wie dann konkret die Pflege aussieht?
00:18:29: Das ist natürlich noch mal eine große Frage!
00:18:31: Denn wie könnte so was ablaufen Carolina?
00:18:34: Es gibt natürlich zwei Möglichkeiten entweder zu Hause oder im Heim.
00:18:38: Wenn zu einfach wäre, einen Heimplatz zu kriegen.
00:18:42: Nicht immer ganz so leicht.
00:18:44: Aber ab und ab hänge ich davon keine der beiden Optionen.
00:18:48: Also Zuhause oder im Heim ist jetzt besser oder schlechter.
00:18:51: Es hängt da wirklich von der individuellen Situation ab.
00:18:55: Und wie du auch gesagt hast wenn man sich mit dem Betroffenen hoffentlich noch unterhalten kann, wenn er eine Meinung hat dann sollte wirklich seine Meinung sein Wunsch absolut im Mittelpunkt stehen
00:19:07: dass diese Person, die eben betroffen ist im optimalen Fall selbst noch mitreden kann und ihre Wünsche äußern kann.
00:19:15: Das Bundesministerium für Gesundheit schlägt auch vor erst mal zu prüfen ob es eine häusliche Pflege gibt das zu machen vielleicht Unterstützungen gibt wie eine Tages- oder Nachtpflege, wo dann die Person ne Mischung hat aus einem stationären Aufenthalt.
00:19:34: Aber eben auch noch zu Hause ist und ihre gewohnte Umgebung hat.
00:19:38: Es denke ich für viele ältere Leute schon wichtig, dass sie vielleicht ihre eigenen vier Wände haben als sie irgendwo in so ein fremdes Zimmer zu setzen.
00:19:50: Stellt mich mir wahnsinnig schwierig vor aber wie du sagst, ne häusliche Pflege Wahnsinnig anstrengend.
00:19:56: Man müsste vielleicht auch schauen, ob es von den Räumlichkeiten gehen würde, dass man jemand komplett mit in die Wohnung holt der da ist.
00:20:04: Es ist natürlich von Patient zu Patient unterschiedlich.
00:20:09: wenn das nicht geht über vollstationäre Einrichtungen kann man sich dann einfach beraten lassen was da auf euch zukommen könnte.
00:20:19: Wenn es zu Hause passt bzw.
00:20:21: wenn der Versuch unternommen wird, okay wir wollen von Zuhause aus pflegen und das auch der Wunsch der Person ist dann gibt's natürlich verschiedene Möglichkeiten so etwas zu bewerkstelligen.
00:20:32: Zum einen gibts da die ambulanten Pflegedienste Die in der Regel stundenweise kommen Und bei Aufgaben helfen wie zum Beispiel der Körperpflege Bei der Medikamenteinnahme oder auch wenn es so etwas gibt wie eine Wundversorgung.
00:20:48: Essen auf Rädern gibt's natürlich auch.
00:20:50: Ab ca.
00:20:51: fünf Euro pro Mahlzeit, je nach Anbieter unterschiedlich aber ich glaube das lässt sich ganz gut bewerkstelligen.
00:20:59: zu jeder Mahl-Zeit einfach nach Hause zu fahren ist vielleicht für viele Angehörige jetzt nicht immer so leicht und es wäre auf jeden Fall ein schönes Angebot sich das Essen für fünf Euro liefern zu lassen.
00:21:12: Ja das hilft in jedem Fall schon mal dass man da eine Sachen schon mal abgeben kann und die Person aber trotzdem nicht auf ein warmes Essen verzichten muss.
00:21:22: Genau, was ich auch kenne noch persönlich noch von früher ist dieser Haus Notruf.
00:21:28: das ist zum Beispiel so'n Armband oder einen Knopfdruck am armband.
00:21:32: Ich kenn's vor meiner Oma noch.
00:21:33: das lag am Telefon Und als ich ganz klein war habe ich mal darauf gedrückt.
00:21:37: das konnte man dann zu glück auch schnell wieder abbestellen.
00:21:40: Aber jetzt dass es was ich kenne ist es so ein kleiner roter Button sage ich mal und im Ernstfall hat man es dann direkt am armband oder eben auch in der Nähe vom Telefon liegen.
00:21:52: Und durch einen kleinen Druck darauf wird dann direkt, Ich weiß nicht mehr genau ob es an der Rettungsdienst war aber ich meine das war dann die eins und zwei die alarmiert wird um im ernst fall wenn was passiert man zusammenbericht noch schnell diesen druck machen kann und Dann Hilfe eben auch naht.
00:22:10: Ganz, ganz wichtig also eine tolle Erfindung möchte ich mal sagen.
00:22:14: Du hast vorher schon die Tages- und Nachtpflege angesprochen quasi Betreuungen einer Einrichtung für einige Stunden und den Rest der Betreuung zu Hause finde Ich ist ein ganz guter Mittelweg.
00:22:29: entlastet natürlich Die Angehörigen wenn du weißt okay für ein paar Stunden Deine Mama, dein Papa jetzt wirklich perfekt versorgt ist da in einer Einrichtung und du kannst dich um Arbeit, Haushalt.
00:22:42: Was weiß ich kümmern?
00:22:44: Es ist auf jeden Fall ein tolles Angebot dass man sehr gut den Anspruch nehmen kann.
00:22:49: was auch ein schönes Angebote ist von dem Ich jetzt auch wieder ein Anführungszeichen glücklicherweise noch nichts Mitbekommen habe, mitbekommen musste ist das auch die Pflegekassen.
00:23:00: Pflegekurse anbieten speziell für die Angehörigen, die dann eben auch online verfügbar sind heißt auch ich der dann vielleicht in die Situation kommen jemanden pflegen zu wollen zu müssen hat hier die Möglichkeit sich dann eben auf online ich sag mal weiterzubilden und Dinge zu lernen die mir dann eben in der täglichen Pflege entsprechend weiterhelfen können.
00:23:21: Du grad eh schon von online sprichst, die Landesverbände der Pflegekassen.
00:23:25: Die veröffentlichen Online-Leistungen und Preise zugelassener Pflegeeinrichtung.
00:23:31: Das ist auf jeden Fall hilfreich um zu vergleichen wie die Preise sind.
00:23:38: So Vergleichslisten sind da wirklich aufgeführt.
00:23:41: Also auch ganz wichtig, dass sich online einfach die Leistungen anschauen und dann für sich selbst abwägen.
00:23:49: Bei allen organisatorischen Sachen, die man so außerhalb des Familienumfelds anstößt ist es natürlich auch immens wichtig innerhalb der Familie einen klaren Entschluss zu fassen bzw.
00:24:02: sich klar zu sein was diese Situation jetzt für Veränderungen hervorbringt.
00:24:09: und da ist eben sehr wichtig dass man sagt okay wir als Familie alle die davon direkt indirekt betroffen sind, wir müssen uns an dieser Stelle mal zusammensetzen und klar überlegen okay wer kann, wer möchte jetzt welche Aufgaben übernehmen.
00:24:25: Wer fährt beispielsweise zu einem Arzttermin hin?
00:24:28: Wer übernimmt dann vielleicht doch das Kochen für die Angehörige oder erledigt die Kommunikation mit den Ämtern und dem Papierkram?
00:24:37: dass man sich da ganz offen hinsetzt ist immens wichtig, dass so einem etwas nicht später auf die Füße fällt.
00:24:45: Und einer sagt ja, das habe ich davon ausgegangen, machst du oder ... Einer sich dann viel zu viel aufbürgt und am Ende unter so ner Last im schlimmsten Fall zusammenbricht?
00:24:55: Ich glaube auch, dass es bestimmte Sachen gibt, die einem besser liegen.
00:25:02: Vielleicht ist es jetzt dir als Sohn vielleicht unangenehm, deine Mama ... beim waschen zu helfen oder so, dass du sagst okay kann das vielleicht meine schwester oder so lieber machen und ich mache den ganzen papierkram.
00:25:16: also es hat wahrscheinlich jeder so seine möchte jetzt mal sagen talente in denen er dann vielleicht besser aufgehoben ist.
00:25:24: aber wirklich wichtig dass man sich das so gut wie möglich aufteilt.
00:25:29: und klar, wenn du jetzt vielleicht nur Einzelkind bist dann wird es vielleicht schwieriger.
00:25:34: also deswegen auch gerne Unterstützung von Freunden und Nachbarn annehmen.
00:25:39: Das ist absolut kein Zeichen von Schwäche, wenn man diese Hilfe annimmt.
00:25:44: Es ist einfach wahnsinnig viel was da auf einen zukommt Und je mehr Schultern man hat sozusagen auf die man das verteilen kann umso besser.
00:25:54: Es hilft einfach, sei es auch nur mal ein Gespräch mit jemandem zu haben über die Situation und wir haben am Anfang kurz besprochen wie viele Menschen davon betroffen sind.
00:26:06: Und wenn man sich dann überlegt wie viel Menschen indirekt eben durch Pflege betroffen ist, dann sind das schon sehr viele.
00:26:12: und da einfach mal eine zweite Meinung zu hören Erfahrung zu hören Das kann in jedem Fall helfen Aber nicht zu Hause passieren.
00:26:22: soll die Pflege, hat man natürlich immer auch die Möglichkeiten beim Heim, die Pfleger entsprechend zu bewerkstelligen.
00:26:30: Da gibt es zum Beispiel eine Kurzzeitpflege – das ist aber mehr so eine Übergangslösung, die sich in der Regel auf maximal acht Wochen im Jahr beschränkt.
00:26:39: Dann gibt's natürlich das Heim an sich, so ne Heimwahl, auch nicht immer einfach.
00:26:45: Natürlich wäre es ratsam, erst mal vor Ort zu schauen welche Heime da verfügbar wären wo es noch Plätze gäbe und auch ganz wichtig auf sein Bauchgefühl hören.
00:26:58: Wenn man sich so ein Heim anschaut glaubt man dass ich die... die verwandte Person dort wohlfühlen kann.
00:27:07: Wie ist das Personal, wie ist die Stimmung?
00:27:09: Und auf jeden Fall sich auch dringend beraten lassen so eine Beratung nutzen weil nur so kann man glaube ich die richtige Heimwahl dann auch wirklich treffen.
00:27:18: Es
00:27:18: ist schon immens wichtig Ort für die betroffene Person dass ja ich weiß nicht ob man davon wohl fühlen sprechen kann aber es sollte zumindest kein Ja wie der Mentor Widerstand da sein.
00:27:31: Wenn man schon in so einer schwierigen Situation ist, dann wäre es ja zumindest schön irgendwie wenn die Umstände einigermaßen ertragbar sind.
00:27:41: Auch hier hat man natürlich entsprechende Kosten.
00:27:44: Hier ist es so dass die Pflegekasse einen Beitrag zahlen kann.
00:27:48: auch hier variiert entsprechend der Eigenanteil.
00:27:52: Man kann auch in bestimmten Fällen eine Sozialhilfe in Anspruch nehmen.
00:27:58: Auch hier verlinken wir wieder die Tabellen unten in der Beschreibung.
00:28:02: Da habt ihr dann genau einen Überblick darüber, wie viel entsprechend an Zuschuss gegeben werden kann in solchen schwierigen
00:28:09: Fällen.".
00:28:17: Wenn man sich jetzt wirklich für die Pflege zu Hause entscheidet als Angehöriger ist man ja doch meistens noch der Jüngere und berufstätig.
00:28:28: also wie kann man Pflege-und Beruf?
00:28:30: Vereinbaren, natürlich haben wir uns darüber auch schlau gemacht.
00:28:34: Da gibt es nämlich einige gesetzliche Möglichkeiten.
00:28:37: Wie angesprochen gibt's die kurzzeitige Arbeitszeitverhinderung?
00:28:40: Dass ihr im Ernstfall erst mal für zehn Tage sofort freigestellt seid um a in psychisch mit der Situation fertig zu werden und b aber auch organisatorisch halt den Kopf etwas freier zu haben wenn ihr nicht bei der Arbeit noch sitzen müsst.
00:28:57: Darüber hinaus kommt dann eine sogenannte Pflegezeit.
00:29:01: Das kann bis zu sechs Monate andauern, diese Pflegezeit.
00:29:06: Generell gilt dort auch ein Kündigungsschutz heißt ihr könnt dann ganz oder teilweise aus dem Job aussteigen um eben mehr Zeit für die Pflege zu haben.
00:29:16: hier noch der Hinweis das gilt in der Regel ab fünfzehn Mitarbeitenden.
00:29:20: Neben der Pflege Zeit gibt es die Familienpflegezeit funktioniert bis zu vierundzwanzig Monate in Teilzeit.
00:29:28: Man muss mindestens noch fünfzehn Stunden die Woche arbeiten.
00:29:32: und auch hier gibt es nochmal die Möglichkeit eines zinslosen Darlehens, was natürlich dann auch noch mal finanziell helfen kann.
00:29:40: Wichtig ist die Pflegezeit als auch die Familienpflegezeit lassen sich kombinieren insgesamt auf maximal vierund zwanzig Monate.
00:29:50: Was es schön ist, man macht sich vielleicht auch Gedanken inwieweit bin ich denn abgesichert während der Pflegezeit.
00:29:56: Unfallversichert ist man automatisch während derpflege.
00:29:59: was die Rentenversicherung betrifft pflegende können extra Rentenpunkte sammeln wusste ich auch nicht auch wer schon in Rente ist.
00:30:08: das nennt sich dann Flexi-Rente und Das ist auch wirklich wichtig zu wissen, während der Pflegezeit ist man nicht automatisch krankenversichert.
00:30:20: Also das bitte unbedingt vorher nochmal abklären!
00:30:25: Dann haben wir natürlich noch einen kleinen Praxistip für euch redet früh mit eurem Arbeitgeber.
00:30:30: Also viele Unternehmen bieten inzwischen eigene Unterstützung von flexiblen Arbeitszeiten bis zum Pflegecoaching und Pflegeberatungsstellen helfen auch bei der Vereinbarkeit, von Beruf und Pflege daran denken wahrscheinlich auch die wenigsten also da wirklich früh mit dem Arbeitgebers reden eine Pflege Beratungsstelle in Anspruch nehmen.
00:30:54: die helfen euch.
00:31:02: Bei all den Punkten, die wir schon angesprochen haben, haben wir natürlich den Patienten im Mittelpunkt stehen.
00:31:08: Es gibt aber auch oft Situationen wo auf einmal die Person, die eben pflegt, im Mittelfunkt steht und was es da für Möglichkeiten gibt der Entlastung und der Fürsorge für die pflegende Person.
00:31:20: darauf werfen wir jetzt noch mal einen kurzen Blick.
00:31:23: Pflege ist ein Marathon und kein Sprint also das unterschätzt man oft.
00:31:30: körperliche Belastung ist, den Patienten heben, dem Patienten waschen, Nachtschichten einlegen.
00:31:38: Ich habe lustigerweise gestern eine Bekannte getroffen die in einem Pflegeheim schon seit vielen Jahren arbeitet.
00:31:44: Die hat ihren Job jetzt gekündigt weil sie einfach fertig ist.
00:31:48: also sie sagt diese körperlichen Belastungen ist so immens geworden, dass sie solche Rückenschmerzen hat.
00:31:56: Und natürlich ist es noch mal ein anderes Extrem wenn du in einem Pflegeheim mehrere Patienten gleichzeitig zu verpflegen hast und zu Hause hast du nur einen aber trotzdem Es ist auf jeden Fall eine schwere körperliche Belastung auf die man sich einstellen muss.
00:32:12: Ja das ist nichts was Mama eben so nebenbei sage ich mal macht sondern oft dann ja auch ein fulltime Job.
00:32:19: Und neben der körperlichen Belastung, die du gerade angesprochen hast kommt natürlich auch die psychische entsprechend dazu.
00:32:26: Es kann oft immer einfach so ein Rollenwechsel stattfinden auf einmal sorgen die Eltern nicht mehr für das Kind sondern auf einmal muss das Kind für die Eltern sorgen und dann kommen natürlich auch so Themen wie vielleicht Trauer oder auch Überlastungen und entsprechend dann im schlimmsten Fall was dann auch wieder zu Schuldgefühlen führen kann hinzu.
00:32:47: Die Situation wird dadurch immer zugespitzter und gefährlicher.
00:32:52: Weil du von den Schuldgefühlen grade sprichst, ich kann mich erinnern immer wenn ich meine Oma besucht hab Und dann wieder gegangen bin man hatte immer ein schlechtes Gewissen weil man sich gedacht hat oh Gott jetzt sitzt sie da wieder den ganzen Nachmittag vom Fernseher und wir gehen jetzt wieder keine Ahnung ins Freibad oder haben irgendwie Spaß.
00:33:12: Also diese Schuldgefühle, damit auch zurechtzukommen.
00:33:16: Diese psychische Belastung... Da kriege ich jetzt schon ein Gänsehaut.
00:33:21: Schwierig nicht leicht zu bewerkstelligen!
00:33:26: Es geht natürlich auch um die soziale Isolation.
00:33:29: Man hat viel weniger Zeit für Freunde und Hobbys, das eigene Leben.
00:33:36: weiß es von meiner Mama, die dann regelmäßig halt zum Mittagessen oder meine Oma Mittag essen gebracht hat.
00:33:43: Egal wo man gerade unterwegs war hieß es ah ich muss ganz kurz zur Oma ihr schnellen Mittag Essen bringen.
00:33:49: also es hat dein beeinflusst ein normales Leben schon immens!
00:33:55: Also da muss man wirklich schauen ob man das auch kann und ob man dass auch wirklich will.
00:34:02: Es ist einfach eine Situation, die mehr als schwierig ist und da sich auch einzugestehen.
00:34:09: Wenn man an irgendeiner Situation halt auch schwach ist dann ist das völlig normal oder völlig menschlich und okay.
00:34:17: Und in diesen Situationen wieder jemandem zu haben sei es in der Familie, sei es Freunde oder eben die Pflegeberatungsstellen.
00:34:27: Jemand zu haben mit dem man sprechen kann ist schon mal etwas was vielleicht... etwas helfen kann in einer vermeintlich oft auswichslosen Situation.
00:34:36: Ja, es gibt aber Gott sei Dank auch konkrete Entlastungsangebote.
00:34:42: die Verhinderungspflege zum Beispiel.
00:34:44: Es ist eine Vertretung wenn die Pflegeperson ausfällt dann wird jemand neu akquiriert sozusagen.
00:34:53: oder wenn die Pflegeperson mal Urlaub braucht, gibt es da auf jeden Fall einen Ersatz.
00:34:59: Weil auch du als pflegende Person kannst natürlich auch mal krank werden und dann ist man nicht völlig alleine da sondern hat auch da die Möglichkeiten für den Zeitraum entsprechend ersetzt zu werden.
00:35:11: Eine andere Möglichkeit ist auch die Kurzzeitpflege.
00:35:14: Es hatten wir vorhin schon mal kurz angeschnitten, dabei handelt es sich einfach um eine vorübergehende, eben entsprechend stationäre Aufnahme und das lässt sich dann entsprechend auch kombinieren.
00:35:25: also die Verhinderungspflege und die Kurz-Zeitpflege
00:35:29: Genau!
00:35:29: Das gibt's seit Juli twenty-fünfundzwanzig ganz flexibel kombinierbar als gemeinsamer Betrag.
00:35:37: natürlich gibt's auch Selbsthilfegruppen.
00:35:40: Ja, da kann man sich austauschen mit Menschen die einfach in der gleichen Situation sind.
00:35:46: Kann ich mir vorstellen es bestimmt auch sehr wichtig sich gegenseitig Mut zuzusprechen oder Tipps zu geben was man anders und besser machen kann.
00:35:57: Auch ein sehr wichtiger Punkt.
00:36:00: Reden und Austauschen hilft in jedem Fall!
00:36:08: Und damit sind wir mit unserer ersten Folge in unserer Reihe zum Thema Pflege Fast schon am Ende, wir wollen jetzt diese Zeit am Ende nochmal kurz nutzen um das was wir euch hier aufbereitet haben noch einmal kurz zusammenzufassen.
00:36:24: Also was ganz wichtig ist ihr seid nicht alleine.
00:36:28: es gibt wirklich zahlreiche Anlaufstellen und Hilfsangebote.
00:36:32: unscheut euch bitte nichts diese alle anzunehmen.
00:36:35: das ist wirklich ganz ganz wichtig und wird euch eine große Unterstützung sein.
00:36:39: Meldet euch bei der Pflegekasse, meldet euch auch bei den Pflegestützpunkten um hier erstmal auf Personen zu treffen die sich mit dem Thema aus kennen und euch entsprechend helfen.
00:36:49: Dann natürlich den Pflegegrad beantragen.
00:36:52: das ist wirklich der Schlüssel zu den Leistungen.
00:36:55: ohne denen wird es ganz ganz schwierig.
00:36:57: Neben dem was ihr alles ich nenn's mal extern beantragt ist es wichtig dass ihr euch so gesehen intern auch als Familie offen Hinsetzt und euch austauscht.
00:37:08: Und entsprechend die Aufgaben, die gezwungenermaßen anstehen verteilt.
00:37:13: Wenn ihr beruflich angebunden seid lasst euch freistellen nutzt diese Freistellungen und macht euch da schlau welche Rechte ihr habt!
00:37:22: Und ganz wichtig achtet auch auf eure eigenen Grenzen als die Person die pflegt Lasst auch Schwächen zu und ihr dürft Entlastung auch annähmt.
00:37:32: Ihr müsst nicht alles alleine stemmen.
00:37:34: Es ist leichter gesagt als getan, aber es pendelt sich alles ein.
00:37:40: Die ersten Wochen sind wahnsinnig hart und bestimmt auch die härtesten.
00:37:45: Aber es wird leichter werden!
00:37:48: Es ist nie leicht und das wissen wir auch wenn wir dieses Thema hier beleuchten.
00:37:52: Alle Datenfakten, die wir euch jetzt hier aufbereitet haben findet ihr auch noch mal entsprechend in den Show Notes.
00:37:59: Die Infos zu den Anlaufstellen links und Telefonnummern sind dort alle verlinkt.
00:38:04: Es wird natürlich weitere Folgen von unserem Podcast geben und in den nächsten Folgen da beschäftigen wir uns zum Beispiel um das Thema Pflegegrad beantragen, wirklich ganz im Detail oder auch wenn es um Demenz geht.
00:38:18: Demenz verstehen damit umgehen sich damit befassen dass wären unsere nächsten Themen sein.
00:38:23: Wir hoffen dass euch diese erste Folge in das unschöne aber doch immens wichtige thema pfleger In diesem Sinne passt auf euch auf.
00:38:37: Und wenn euch die Folge geholfen hat, teilt sie gerne!
00:38:40: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:38:42: Wir hören uns in Folge zwei.